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#supportyourlocal

Amtsblattartikel KW 13 2020

#SupportYourLocal: Wie Corona uns zum Umdenken bringen sollte

Die Corona-Krise hat unser tägliches Leben völlig auf den Kopf gestellt. Darunter auch unsere Möglichkeiten, einzukaufen. Viele Geschäfte sind noch geschlossen, andere werden in den kommenden Tagen öffnen. Und auch wenn sie dies tun, sind noch immer Vorsicht, sowie die Einhaltung von Sicherheits- und Hygieneregeln überlebensnotwendig. Viele Selbstständige haben seit Corona Angst um ihre Existenz. Wenngleich die Soforthilfen des Landes schnell und unbürokratisch wirken, so sind sie für viele ein Rettungsring, der nur eine  begrenzte Zeit helfen kann. Viele Betriebe sind auch lahmgelegt, weil Teile und Aufträge aus dem Ausland fehlen. 

In den kommenden Wochen ist der Onlinehandel rapide gewachsen, viele Unternehmen und der Handel vor Ort haben extreme Einbuße. Einer der größten Gewinner der Pandemie: Der Internet-Gigant Amazon. 

Ein Trend, den es aber nicht erst seit Corona gibt- schon im zweiten Halbjahr 2019 war Amazon dreimal so schnell gewachsen wie der deutsche Einzelhandel. Eine internationale oder wenigstens europäische Digitalsteuer scheint notwendiger denn je. Die fehlenden Rücklagen im Einzelhandel und den kleineren Betrieben sind in den Jahren vor Corona angewachsen. Wer unsere Postfilialen in Remseck an Samstagen kennt, der hat diesen Trend schon vorher bemerkt- lange Schlangen zum Umtausch mit Paketen von Amazon, Zalando und Co. 

Dabei prägen vor allem unsere kleinen Geschäfte unsere Innenstädte und machen sie lebendig. Sie zahlen Steuern, viele prägen mit Veranstaltungen auch das Erlebnisangebot vor Ort. Kleine Läden vor Ort bedeuten kurze Wege und eine lokale Wertschöpfung. Unter der Initiative „Support Your Local“ soll diese lokale Wertschöpfung betont und kleinere Produzenten, Betriebe und der Handel unterstützt werden. Auch bei uns in Remseck. In den Sozialen Medien ist hierzu viel zu finden. 

Wir sollten die Corona-Krise als Startpunkt dafür nutzen, noch mehr lokal einzukaufen. Es ist an der Zeit, die Auswirkungen der Krise für ein Umdenken zu nutzen. Für mehr lokale Wertschöpfung. Zudem müssen wir uns fragen, wie wir unsere Wirtschaft insgesamt resilienter, also gegen Krisen widerstandsfähiger und stabiler, gestalten können. Ein wichtiger Ansatz hierfür ist die Förderung von Umwelttechnologien, aber auch die Neuorganisation von Lieferketten und ein Umdenken beim Ressourcenverbrauch hin zu einer Kreislaufwirtschaft sind zentral wichtig. 

Was bedeutet das für jede und jeden von uns? Lassen Sie uns unsere Händler*innen vor Ort, sowie unsere Gaststätten durch unseren Einkauf (der übrigens auch oft online möglich ist) stützen. Auch Gutscheine helfen und stehen für die Hoffnung, dass wir in absehbarerer Zeit immer mehr zu einer Normalität gelangen werden. Wir tun dies in dem Bewusstsein, dass wir damit zum Erhalt unserer Infrastruktur vor Ort maßgeblich beitragen. 

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Swantje Sperling 

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