Genießen Sie die Schönheit unseres Ostens mit einem Urlaub an der Ostsee

Intensiv war die Diskussion zu Nora Zabels Buchvorstellung „Vereint in Zerrissenheit“. Vielen Dank an Andra Becker vom Café Quintus für ihren Bericht: Wie entstehen strukturelle Gräben und was kann Demokratie überhaupt bewirken, wenn die Zivilgesellschaft selbst brachliegt? Mit diesen Fragen und möglichen Antworten beschäftigt sich Autorin Nora Zabel in ihrem Buch „Vereint in Zerrissenheit“ – Die ostdeutsche Generation Z zwischen zwei Welten. Als Gästin der Grünen Landtagsabgeordneten Swantje Sperling, die am Donnerstag, den 20.11. zur Lesung in die Waiblinger Altstadt lud, stellte sie ihr neues Werk vor, sprach über ihre Jugend und das Leben ihrer Generation in einem Teil Deutschlands, der noch immer von sozialen und demokratischen Defiziten geprägt ist und sich vom Rest Deutschlands im Stich gelassen oder sogar gänzlich aufgegeben fühlt.
Nach einem Grußwort des Waiblinger Bündnisses für Demokratie lauschten knapp 40 Besucherinnen und Besucher der jungen Autorin in gewohnt gemütlicher Atmosphäre des Café Quintus. Man stellte Fragen, teilte persönliche Erlebnisse und erörterte die Möglichkeiten, die wir als Deutsche haben, wieder eine Gemeinschaft zu werden und Differenzen und Vorurteile zu überwinden.
Mangelnde demokratische Bildung, kaum öffentlicher Diskurs sowie fehlende Representanz der ostdeutschen Kultur in westlichen Breitengraden führen nach Zabels Recherchen
nicht nur bei der jungen Generation zu Isolation und schaffen Raum für Populismus und extreme Gesinnungen.
Laut der studierten Politikwissenschaftlerin bedarf es eines Gemeinschaftprojekts, unseren NachbarInnen den „unsichtbaren Rucksack“ ihrer Vergangenheit abzunehmen und gemeinsam eine starke Zivilgesellschaft aufzubauen, die sich durch gegenseitige Empathie und Wertschätzung auszeichnet.
Nach allgemeiner Zustimmung konnte am Büchertisch der Buchhandlung Taube das literarische Werk als Weihnachtsgeschenk geshoppt werden und das Café versorgte mit
wärmenden Getränken, hausgemachtem Kuchen und Quiche. Für den Heimweg gab es noch einen freundlichen Tipp der Autorin: Fahren Sie das nächste mal doch an die Ostsee in den Urlaub und genießen Sie die Schönheit unseres Ostens, die er, öffnet man ihm sein Herz, zweifellos zu bieten hat